Antrieb ist wichtiger als Leidenschaft

Viele Menschen lieben meine leidenschaftliche Art. Aber nicht jeder hat das Glück seine Leidenschaft auszuleben. Antrieb ist Arbeit. Unsere Urgroßväter haben damals nicht das Essen für die Familie auf den Tisch gebracht, in dem Sie zu Hause saßen und auf die magische Formel geschaut haben. Sie gingen in Büros oder Fabriken. Du musst arbeiten, um voran zu kommen.

 

Warum sage ich das in der Rolle als Gründer, Business-Angel, sowie Berater vieler Start-Ups und Unternehmen?

Angelt dort wo die Fische sind – nicht die Angler. Scheut Euch nicht davor in gemischte Netzwerke mit diesen Corporates oder anderen Euch augenscheinlich unbequemen Zeitgenossen einzutauchen. Ich kann das Gelaber echt nicht mehr hören: “Die verstehen aber gar nicht wovon ich rede. Ich fühle mich da nicht wohl.”  C’mon! Diese Menschen sprechen die gleiche Sprache wie Du! So gut wie jeder kennt sich ein wenig mit Deinem Business aus. Genug um sich auszutauschen und Small-Talk zu führen. Begebt Euch bewusst an Orte, wo man Euch und was Ihr macht nicht perfekt versteht. Vielleicht schaffst Du es ja den Gegenüber von Dir und Deinem Business zu faszinieren und ein coole ungeahnte Möglichkeit macht sich für Dich auf. Du bist aber jedoch nicht mal dazu bereit auf Deiner eigenen Webseite eine Box über Dich und Deine Person prominent zu platzieren, um Dich zu verkaufen? Sorry, aber dann bist Du einfach nur ein Idiot! Positionier Dich, um Geld zu verdienen. Denn Geld bezahlt deine Rechnungen. Geld ermöglicht es Dir, Unternehmerluft zu atmen und auch am nächsten Tag noch mit von der Party zu sein.

Reißt Euch gefälligst den Arsch auf für Euren Traum und Eure Investoren

Die Wenigsten haben einfach die eine Idee und das Patent darauf, so das sie in Ruhe vor sich hinwerkeln können und erfolgreich werden. So vielen Start-ups und Gründern in Deutschland fehlt einfach der richtige Drive. Der fehlende Antrieb, den Sie dann versuchen sich über externe Berater, neue Führungskräfte, Vertriebsprofis etc. pp. hereinzuholen. In diesem Moment sind die meisten Unternehmungen bereits nicht mehr zu retten, ohne das Gründerteam infrage zu stellen und aufzusprengen. Nahezu jedes Team braucht einen “Performance Sultan” der eine Vision vor Augen hat und alles bereit ist dafür zu tun, wie damals der Napster-Gründer Sean Parker als er den Platz von Dustin Moskovitz in den Anfängen von Facebook einnahm. Ist keiner dabei, der bereit ist, die Pace zu mache – bereit ist auch die unangenehmen Wege zu gehen und Sachen infrage zu stellen – bereit ist die Leaderposition einzunehmen? Dann gründet besser nicht oder sucht weiter nach dem passenden Partner.

Zu oft habe ich tolle Startups, mit leidenschaftlichen Ideen, aussichtsreichen Produkten und auch tollen Gründern kläglich scheitern sehen, denen ich nicht mehr helfen konnte. Sie waren intern zu homogen und die Zeit zu weit vorangeschritten. Sie hatten sich den Startup-Office-Schimmel eingefangen. Haben das Büro oder Ihre “Box” nur noch verlassen, um vom einen Mikrokosmos in den anderen zu gehen. Der SUO-Schimmel hat sie blind gemacht. Durch meine schonungslose Kritik und dezidierte Analyse konnten Sie sich zwar ein letztes Mal aufbäumen, aber in den meisten Fällen war es zu spät.

 

Fazit: Auch wenn diese Person Eure blinde Euphorie und grenzenlose Leidenschaft für das Produkt oft bremst oder stört. Holt Euch immer rechtzeitig einen echten Krieger Leader  mit ins Boot, der bereit ist mit Herzblut der Antrieb für alles zu sein. Er muss keine tiefe Ahnung oder Leidenschaft für das Produkt haben, aber den Antrieb, die Loyalität und Vision Euch ans Ziel und darüber hinaus zu bringen. Und wenn dabei ein Teammitglied auf der Strecke bleiben muss. Ohne diesen Typ müsst Ihr verdammt viel Glück haben da draußen. Viel Erfolg!

 

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